News - Murphys Gesetz - aus LVZ vom 26.Juni 2007 print

Montag, den 25. Juni 2007 um 23:19 Uhr von Andreas Rauschenbach

 Allen voran Andreas Rauschenbach. Der 30-Jährige vom SV Lok Nordost war gleich in doppelter Funktion anwesend – als Veranstalter und Spieler. „Ein Organisator darf nie sein eigenes Turnier gewinnen“, sagte er noch vor dem Viertelfinale. „Das hat sonst immer etwas von Schiebung.“ Dass er letztlich mit seinem Partner Thomas Kreutzahler dank eines klaren 2:0-Finalerfolgs (21:15, 21:10) über die VCL-Youngster Benjamin Schrott und Ferdinand Wagner doch zu den strahlenden Siegern zählte, kommentierte er grinsend mit dem Verweis auf Murphys Gesetz. Während bei den Männern das passierte, was nicht passieren sollte, gab es bei den Frauen eine Überraschung.
Die Wurzener Bianka Kirschke und Beatrice Schipke holten sich durch einen 2:0-Sieg (21:13, 21:17) über Christiane Arndt/Ina Meyer (Turbine Leipzig/GSVE Delitzsch) den geschlechtsspezifisch gestalteten Pokal und erste Ranglistenpunkte. „Wir haben alle unsere Vorrundenspiele verloren und hatten deshalb in der K.O.-Runde drei Spiele ohne Pause“, kann Schipke das Glück auch nach einem Pool-Bad noch nicht fassen. Das Duo vom VSV Wurzen will nun versuchen, die gesamte Serie zu spielen und zu gewinnen. „Das Preisgeld ist eine gute Motivation, denn dann gibt es vielleicht neue Trikots im Verein“, meint Kirschke. „Es ist toll, dass es so etwas jetzt auch bei uns gibt. Auch wenn es unsere erste und letzte Chance ist, weil wir gerade in die Sachsenklasse aufgestiegen sind.“
Teilnehmen dürfen an der Beach-Serie nur Vereinsmitglieder von Teams bis zur Bezirksliga. „Es geht darum viele Leute anzusprechen“, begründet der fürs Finanzielle verantwortliche Mitorganisator Matthias Damm, der in Eilenburg ein Autohaus besitzt. „Nicht darum, dass ein Team aus der Sachsenklasse kommt und alle wegklatscht.“ Durch den 32-Jährigen vom SV Hohenprießnitz kam der Kontakt zu Hauptsponsor Hyundai zustande, der mit 2000 Euro die Hälfte des Gesamtetats trägt. Dazu zählen auch die Siegprämien in Höhe von 900 Euro, die nach dem Tour-Finale in der Schladitzer Bucht am 11. und 12. August direkt an die Vereine der drei erstplatzierten Männer- und Frauenteams gezahlt werden (Staffelung: 200, 150, 100 Euro).
  „Es gab letztes Jahr eine offene Tour durch deutsche Großstädte, die nicht lief“, fasst Damm die Vorgeschichte zusammen. „Deshalb machen wir es jetzt mit Vereinsbindung im Bezirk.“ Sowohl er als auch Rauschenbach begreifen ihr Engagement aber nur als Starthilfe. Ab nächstem Jahr sollen die Vereine die Serie selbst veranstalten. In Chemnitz und Dresden ist das schon seit Jahren Usus. Dass es in Leipzig so lange gedauert hat, bis sich überhaupt etwas tat, ist irgendwie auch Murphys Gesetz geschuldet. „Es hat sich niemand darum gekümmert, obwohl der Bedarf groß ist“, so Rauschenbach. Doch das ist nun Geschichte. Thomas Haegeler LVZ
@Anmeldung und weitere Termine: www.hyundaibeachtour.de

Zuletzt am 20. April 2010 um 14:37 Uhr aktualisiert.

Kommentare

Es sind keine Kommentare gespeichert.

Um einen Kommentar zu schreiben, musst Du Dich zuerst anmelden.