Jena(cs). Nach dem die Smart Beach Tour bereits vergangenes Wochenende in Münster ihren Auftakt hatte, folgt nur eine Woche später das nächste Highlight: Der Start der Thüringer Beachserie. Unter Kennern weiß man, dass viele Talente diese Tour nutzen, um doch noch den Sprung zur Deutschen Meisterschaft am Timmendorfer Strand zu schaffen. So gibt es für die Ranglistengewinner der TVV-Tour zwei wertvolle Tickets für das begehrte Abschlussevent an der Ostsee.
Seit Jahren findet das Beachopening erstmals nicht am Strandschleicher statt, sondern am Westsportplatz. Mitveranstalter Habedank begründete dies wie folgt: „Der Schleicher ist relativ schwierig erreichbar und die letzten Jahre sind schon auf dem Weg zum Turnier einige Teams abhandengekommen, von den zahlreichen verlorenen Zuschauern will ich gar nicht erst anfangen. Deshalb brauchten wir eine Neuerung. Mit dem WSP (offizielle Beachslang für Westsportplatz; Englisch ausgesprochen noch kuhler) im Herzen Jenas erhoffen wir uns eine erhöhte Zuschauerfrequenz. Sollten wir den Publikumsrekord von fünf Zuschauern im Vorjahr knacken, streben wir mit dem WSP eine Langzeitlösung an.“ Man darf also gespannt sein, wie der neue Austragungsort von den Zuschauern aufgenommen wird. Unter Spielern scheint die Begeisterung groß zu sein, immerhin sind beide Teilnehmerfelder voll. Überraschend ist hier die hohe Anzahl an sächsischen Teilnehmern, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Aber wer nutzt nicht jede Chance, um dem grünen Herzen Deutschlands einen kurzen Besuch abzustatten und zeitgleich das von der Sonne leicht angebräunte Sachsen für einen kurzen Moment zu verlassen.
Ein Blick auf die Setzlisten verrät, große Veränderung bei den Teams hat es nicht gegeben. Bei den Männern belegt Team Habedank/Bauer Seed 1. Hier ist die große Frage, wie lange die beiden Kniegeschädigten im Turnier verweilen können oder ob sie aufgrund ihrer miserablen körperlichen Verfassung bereits früher die Segel streichen müssen. Als ihre härtesten Konkurrenten gelten wohl die Teams Mosig/Münchow, Merte/Weber sowie Koch/Rosenthal. Mighty Münchow steht dabei unter besonderer Beobachtung. Der Ausnahmeathlet hatte die Woche mit seinem Weggang vom VC Altenburg für negativ Schlagzeilen in der Volleyballszene gesorgt und muss sich wohl während des Turniers einigen unbequemen Fragen stellen. Aber auch der Blick weiter runter ins Tableau lässt interessante Teams zum Vorschein kommen. So bereitete sich Team UDSSR seit Monaten auf die Tour vor und absolvierte eigens dafür ein geheimes Trainingslager in Italien mit knapp 1000 weiteren Beachern. Eine unbekannte Quelle behauptete, dass er Rogow tatsächlich hat blocken sehen – unvorstellbar! Aber auch die Rückkehr von Beachlegende Heidrich sorgte für Furore. Der mehrmalige B-Turniersieger ließ es sich dann auch nicht nehmen, den optisch besten Spieler als Partner für sein Comeback auszuwählen.
Bei den Damen sind es vor allem die Teams Spangenberg/Eisold, Feierabend/Bühring und Marshall/Dietze, die als Topfavoriten ins Rennen gehen. Spielerin Spangenberg soll laut ihres Co-Trainers seit einigen Wochen Sprungkrafttraining absolvieren. Euphorisch kündigte dieser sogar an, dass Spangenberg einen Angriff im Sprung schlagen wird. Ansonsten sind es bei den Damen mal wieder die unbekannten Sächsischen Teams, die das Ergebnis so unvorhersehbar machen. Mit Leucht/Borsutzky und Ebert/Seidel schickt der VSV Oelsnitz gleich zwei Damenteams ins Rennen.
Den Zuschauern erwarten also spannende Spiele und jede Menge Unterhaltung. Abseits des Spielfeldes wird es für die Spieler/innen eine Untersuchung zum Thema Hautschutz geben sowie eine Schiri-Fortbildung. Genaueres aber vor Ort. Die ersten Spiele starten in etwa um 09:00 Uhr (Jenaer haben ein Problem mit der Pünktlichkeit). Wer also Lust und Laune hat, kann gerne auf eine Wurst und ein Bier rumkommen.
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